sold
Immobilie direkt bewerten

Unterschied zwischen Käufermarkt und Verkäufermarkt

Immobilienverkauf/9. Juni 2019
Autor Konstantin Fadin
Unterschied zwischen Käufermarkt und Verkäufermarkt

Bevor Sie Ihre Immobilie verkaufen, ist es sinnvoll sich darüber zu informieren, in welcher Marktlage Sie sich mit Ihrer Immobilie gerade befinden. In diesem Ratgeber gehen wir auf den Unterschied zwischen Käufermarkt und Verkäufermarkt bei Immobilien ein und beantworten die häufigsten Fragen:

  1. Was ist ein Käufermarkt?
  2. Was ist ein Verkäufermarkt?
  3. Wie ermittle ich die aktuellen Marktbedingungen in meiner Region?
    1. Verfügbare Angebote checken
    2. Vergleichbare verkaufte Objekte
    3. Wie stehen die Zinsen für Immobiliendarlehen?
  4. Wie beeinflussen die aktuellen Marktbedingungen den Wert Ihrer Immobilie?
    1. Was ist der aktuelle Marktwert?
    2. Wie kann ich den aktuellen Marktwert bestimmen?
    3. Wann sollte ich einen Experten kontaktieren?
  5. Sollte ich meine Immobilie jetzt verkaufen?
    1. Vor- und Nachteile eines Verkaufs auf einem Käufermarkt
    2. Vor-und Nachteile eines Verkaufs auf einem Verkäufermarkt
  6. Fazit

Was ist ein Käufermarkt?

Auf einem Käufermarkt stehen mehr Immobilien zum Verkauf, als es potentielle Käufer auf dem Markt gibt. Dies führt dazu, dass der Immobilienmarkt für Käufer günstig ist. Ein Käufermarkt ist für Verkäufer nachteilig.

Was ist ein Verkäufermarkt?

In einem Verkäufermarkt gibt es mehr potentielle Käufer, als Immobilien die zum Verkauf stehen. Diese Art des Immobilienmarktes ist für Verkäufer vorteilhaft, da Sie wahrscheinliche mehrere Angebote erhalten die oft über dem Angebotspreis liefen.

Wie ermittle ich die aktuellen Marktbedingungen in meiner Region?

1. Verfügbare Angebote checken

Das Angebot an Immobilien kann nicht nur von Stadt zu Stadt, sondern auch von Postleitzahl zu Postleitzahl, nahezu von Straße zu Straße variieren. Daher ist es wichtig, sich anzuschauen, welche Angebote gerade verfügbar sind.

Dabei gilt: Je lokaler, desto besser. Um den Bestand in Ihrem Gebiet zu ermitteln, nehmen Sie die Anzahl der zum Verkauf stehenden Häuser und teilen diese durch die Anzahl der Verkäufe in den letzten 30 Tagen.

Von einem Verkäufermarkt spricht man dann, wenn der lokale Immobilienbestand binnen 5 Monaten nach Vermarktungszeit verkauft wird.

Mit 5 bis 7 Monaten Vermarktungszeit haben Sie einen ausgeglichenen Markt, der weder Käufer noch Verkäufer begünstigt.

Liegt die durchschnittliche Vermarktungsdauer dagegen bei über 7 Monaten, handelt es sich um einen Käufermarkt.

2. Vergleichbare verkaufte Objekte

Schauen Sie nach vergleichbaren, Ihrer Immobilie ähnlichen Objekten, die zuletzt auf dem Markt waren und verkauft wurden. Die Objekte sollten in Bezug auf Lage, Alter, Größe und Nutzungsmöglichkeit übereinstimmen.

  • Zu welchem Durchschnittspreis wurden andere Häuser in Ihrer Nachbarschaft verkauft?
  • Wie hoch ist der Preis im Vergleich zu Ihrem Objekt?

Diese Informationen helfen Ihnen dabei besser einschätzen zu können, wie aktiv der lokale Immobilienmarkt ist.

Wichtig hierbei ist zu beachten, dass die Angebotspreise auf den Immobilienportalen nicht den tatsächlich erzielten Verkaufspreisen gleichen. Von den Angebotspreisen muss je nach Markt ein Prozentsatz an “Verhandlungsspielraum” abgezogen werden, um den ungefähren Verkaufspreis zu ermitteln.

3. Wie stehen die Zinsen für Immobiliendarlehen?

Niedrige Zinsen ermöglichen es mehr Kaufinteressenten, eine Immobilie zu erwerben (was gut für Verkäufer ist). Bei hohen Zinsen sinkt die Anzahl der potenziellen Käufer.

Die Zinssätze sind seit der Immobilienkrise 2008-2009 historisch niedrig, so dass es viele Erstkäufer im Markt gibt, die sich ein Immobiliendarlehen bisher nicht leisten konnten oder keines bekommen haben.

Schauen Sie online und behalten Sie das Zinsniveau  im Auge, um auf Anzeichen für steigende Zinsen zu achten. Hier ist es hilfreich, den Leitzins der Europäischen Zentralbank zu beobachten. Den aktuellen Zinssatz können Sie auf der Seite der Deutschen Zentralbank finden.

Generell gilt: Niedrige Zinsen = hohe Verkaufspreise und anders herum.

Wie beeinflussen die aktuellen Marktbedingungen den Wert Ihrer Immobilie?

Wenn Sie den Unterschied zwischen Käufermarkt und Verkäufermarkt bei Immobilien verstanden haben und sobald Sie eine Vorstellung darüber haben, ob es sich bei Ihnen eher um einen Käufer- oder Verkäufermarkt handelt, können Sie anfangen einen realistischen und erzielbaren Verkaufspreis für Ihre Immobilie zu bestimmen. Dabei stellen sich Verkäufer in der Regel dieselben Fragen:

1. Was ist der aktuelle Marktwert?

Der aktuelle Marktwert ist der Preis, den Sie beim Verkauf unter den aktuellen Bedingungen erzielen können. Dieser Preis berücksichtigt das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage sowie die aktuellen Immobilienpreise.

Die KOMPASS Immobilienbewertung gibt Ihnen eine erste Einschätzung darüber, was Ihre Immobilie wert ist:

2. Wie kann ich den aktuellen Marktwert bestimmen?

Eine erste Vorstellung vom aktuellen Preis liefert die Online Immobilienbewertung von KOMPASS. Weitere Quellen können die großen Immobilienportale sein, die das aktuelle Angebot präsentieren.

Eine genaue Marktwertbestimmung sollte durch einen lokalen Immobilienmakler vor Ort erfolgen. Da dieser sich vom Zustand und Substanz der Immobilie selbst überzeugen kann und den lokalen Markt genau kennt, ist dies wohl die genaueste Möglichkeit den aktuellen Marktwert zu ermitteln.

3. Wann sollte ich einen Experten kontaktieren?

Online-Immobilienbewertungen sowie die eigene Recherche kommen schnell an ihre Grenzen.

Wenn es darum geht, einen realistischen Verkaufspreis zu ermitteln, ist ein erfahrener Immobilienmakler aus der Umgebung immer noch die beste Quelle. Dabei wird nur in seltenen Fällen ein teures, gerichtsfestes Gutachten nach Sachwertverfahren benötigt.

In den meisten Fällen reicht ein Vor-Ort-Termin für einen erfahrenen Makler aus, um einen Angebotspreis zu bestimmen. Diese Termine sind in der Regel kostenlos und für die Eigentümer unverbindlich.

Mehr zu den verschiedenen Möglichkeiten einer Immobilienbewertung lesen Sie im Ratgeber Bewertungsverfahren bei Immobilien – Wann welche Art von Immobilienbewertung benötigt wird.

Sollte ich meine Immobilie jetzt verkaufen?

Vor- und Nachteile eines Verkaufs auf einem Käufermarkt

VorteileNachteile
Genügend Zeit um Verkauf und Umzug vorzubereiten
Wenn es nicht so schnell geht, haben Sie genügend Zeit sich eine passende Anschlussimmobilie zu suchen, eventuelle Reparaturen am Haus durchzuführen sowie den Umzug vorzubereiten. Weiterhin sind mehr Anschlussimmobilien am Markt vorhanden. 
Großes Angebot = viel Konkurrenz
Wenn es viele vergleichbare Angebote gibt, müssen Sie mehr Mühe (und Geld) in Immobilie und Vermarktung stecken, damit sich Ihre Immobilie von den anderen Angeboten abhebt.
Gute und gepflegte Immobilien erzielen einen höheren Preis
Gerade auf einem Käufermarkt hat der Zustand Ihrer Immobilie noch mehr Bedeutung. Viele versuchen einen schnellen Verkauf durchzusetzen und vernachlässigen dabei Reparaturen und Optimierungen, die den Preis erhöhen können. Wenn Sie Ihre Immobilie gut vorbereiten, wird Ihr Inserat attraktiver für die potenziellen Käufer am Markt.
Verkauf dauert länger
Wenn Sie schnell verkaufen müssen, dann kann ein Käufermarkt Sie vor Probleme stellen. Alternativen, wie zum Beispiel professionelle Immobilienankäufer, können dafür eine Lösung sein. In der Regel ist ein solcher Verkauf jedoch nur mit einem Abschlag auf den Preis möglich.

Vor-und Nachteile eines Verkaufs auf einem Verkäufermarkt

Vorteile Nachteile
Schnellerer Verkauf
Um es auf den Punkt zu bringen: Sie verkaufen Ihre Immobilie deutlich schneller als auf einem Käufermarkt
Risiko
Auch auf einem Verkäufermarkt wird nicht alles blind gekauft. Jeder weiß, dass die besten Angebote zuerst weggehen. Wenn Ihre Immobilie nicht schon am Anfang großes Interesse generiert, dann kann es sein, dass potenzielle Käufer von Ihrem Angebot Abstand nehmen.
Vorteile bei Preisverhandlungen
Wenn es wenig Angebote auf dem Markt gibt, steigt auch der Druck auf die Käufer. Für Sie als Verkäufer bedeutet das, dass Sie nicht nur aus mehreren (An-)Geboten das beste auswählen können, sondern auch bei den Verhandlungen um den Verkaufspreis im Vorteil sind.
Falscher Angebotspreis
Verkäufer fühlen sich dazu verleitet, den Preis höher anzusetzen. Ein überhitzter Immobilienmarkt kann aber auch schnell wieder abkühlen, sodass Ihre Immobilie zum Ladenhüter wird.

Fazit

Wenn Sie diesen Ratgeber aufmerksam gelesen haben, kennen Sie nun den Unterschied zwischen Käufermarkt und Verkäufermarkt bei Immobilien.

Egal, ob es sich um einen Käufer- oder Verkäufermarkt handelt: Die Bestimmung des Verkaufspreises ist die wichtigste Tätigkeit beim Verkauf einer Immobilie.

Nutzen Sie unsere kostenlose Immobilienbewertung, um eine erste Vorstellung eines Preises zu bekommen und finden Sie einen passenden Makler vor Ort, der Ihnen genau sagen kann, wie viel Ihre Immobilie beim Verkauf bringen kann.

Sollten Sie dennoch einen Privatverkauf vorziehen, anstatt mit einem Makler einen höheren Preis zu erzielen, lesen Sie unseren Ratgeber Privatverkauf: Was Sie vorher wissen sollten.

Aktuelle Entwicklungen, Änderungen und Tipps direkt in Ihr Postfach

Es gelten die Datenschutzbestimmungen von KOMPASS
Kennwort vergessen?
Account erstellt!
Thank you!
Ihr Account wurde erstellt und muss noch aktiviert werden.
E-Mail öffnen
check your emails
Link klicken
click link
So geht's weiter
1.  Ihre Anfrage wurde an unseren Partner weitergeleitet.
2.  Der Partner kontaktiert Sie in Kürze und Sie entscheiden über die Zusammenarbeit.
3.  Schauen Sie sich solange Ihre kostenlose Immobilienbewertung an.
E-Mail öffnen
check your emails
Link klicken
click link
Ergebnis erhalten
get your result

Unsere Empfehlung für Ihren Verkauf
agent avatar
Wir suchen gerade nach einem passenden Partner.
Der Link zur Authentifizierung ist abgelaufen. Bitte erneut anfordern.
Bitte vervollständigen Sie die Adresse
Straße
Hausnummer
PLZ
Stadt