Höhe der Maklerprovision in Deutschland

Written by Konstantin Fadin

Wer in der Vergangenheit eine Wohnung oder ein Haus gekauft bzw. gemietet hat, musste mit hoher Wahrscheinlichkeit eine sogenannte Maklerprovision zahlen. Wer diese im Vorfeld bei seinen finanziellen Planungen nicht einkalkuliert hatte, wurde nicht selten von hohen Kosten überrascht. Denn die Provision richtet sich nach dem Wert der Immobilie – gerade beim Kauf von Häusern kann das teuer werden. Doch wann fällt eine solche Provision überhaupt an? Müssen Käufer/Mieter und Verkäufer/Vermieter gleichermaßen für die Provision aufkommen? Und unterscheiden sich die Kosten in den verschiedenen Bundesländern in Deutschland? Besonders seit Einführung des Besteller Prinzips im Jahr 2015 sind viele Fragen rund um die Maklerprovision Deutschland unklar.

Wann fällt eine Provision beim Verkauf an?

Das Bürgerliche Gesetzbuch schreibt vor, wann eine Provision für Makler fällig ist. Dort heißt es unter Paragraph 652, dass ein Makler dann ein Recht auf eine Provision hat, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind: Zunächst einmal muss ein wirksamer Vertrag mit dem Makler geschlossen worden sein. Der Makler muss nachweisen, dass er die erforderliche Leistung erbracht hat, es muss also zudem auch ein Kauf- bzw. Mietvertrag abgeschlossen sein, dessen Immobilie sich auf die Vermittlung durch den Makler bezieht. Dabei muss ersichtlich sein, dass der Kauf bzw. die Vermietung des Objekts nur durch die Tätigkeit des Maklers zustande gekommen ist. Eine Provision muss außerdem nur bezahlt werden, wenn der abgeschlossene Vertrag sich im Nachhinein nicht als unwirksam herausstellt, etwa wegen eines gravierenden Mangels an der Immobilie.

Wer bezahlt den Makler?

Lange Zeit war es üblich, dass bei Vermietungen immer der Mieter den Makler bezahlen musste – unabhängig davon, ob der Vermieter den Makler eingeschaltet hat. Seit dem Jahr 2015 gilt jedoch das Bestellerprinzip. Das bedeutet, die Partei, die den Makler bei Vermietungen um seine Dienste bittet, muss ihn auch bezahlen. Damit hat sich die Kostenübernahme in den meisten Fällen auf den Vermieter übertragen, da diese häufiger Makler einsetzen als Mieter. Das Bestellerprinzip ist nicht unumstritten. So beschweren sich Makler, dass weniger Wohnungen vermietet werden. Mieter beschweren sich, dass viele Wohnungen gar nicht mehr auf den Markt kommen, sondern unter der Hand vermietet werden. Manche Vermieter versuchen zudem, die Kosten für den von ihnen bestellten Makler beispielsweise über hohe Abstandszahlungen wieder auszugleichen.

Beim Kauf von Immobilien sieht die Sachlage bundeweit unterschiedlich aus: In den Bundesländern Hamburg, Bremen, Berlin, Brandenburg und Hessen zahlt in der Regel nur der Käufer die Provision für den Makler. In den restlichen Bundesländern werden die Kosten für die Provision auf Käufer und Verkäufer aufgeteilt. Auch beim Immobilienkauf setzen sich einige Länder dafür ein, dass die Provision nach dem Bestellerprinzip von der Partei gezahlt werden muss, die den Makler eingesetzt hat. Stand der Dinge ist jedoch, dass Verkäufer und Makler frei darüber verhandeln können, ob der Verkäufer den Makler bezahlt oder nicht. Je nach Bundesland fällt die Höhe der Provision zudem unterschiedlich aus.

Die Höhe der Provision in den einzelnen Bundesländern

Die Maklerprovision Tabelle gibt einen Überblick über die Höhe der Provision in den Bundesländern:

BundeslandHöhe der Provision
Baden-Württemberg7,14 Prozent
Käufer und Verkäufer zahlen zu gleichen Teilen
Bayern7,14 Prozent
Käufer und Verkäufer zahlen zu gleichen Teilen
Berlin7,14 Prozent
Käufer zahlt
Brandenburg7,14 Prozent
Käufer zahlt
Bremen5,95 Prozent
Käufer zahlt
Hamburg6,25 Prozent
Käufer zahlt
Hessen5,95 Prozent
Käufer zahlt
Mecklenburg-Vorpommern5,95 Prozent
Verkäufer 2,38 Prozent, Käufer 3,57 Prozent
Niedersachsen7,14 Prozent oder 4,76 bis 5,95 Prozent
Verkäufer 3,57 oder 0 Prozent,
Käufer 3,57 oder 4,76 bis 5,95 Prozent
Nordrhein-Westfalen7,14 Prozent
Käufer und Verkäufer zahlen zu gleichen Teilen
Rheinland-Pfalz7,14 Prozent
Käufer und Verkäufer zahlen zu gleichen Teilen
Saarland7,14 Prozent
Käufer und Verkäufer zahlen zu gleichen Teilen
Sachsen7,14 Prozent
Käufer und Verkäufer zahlen zu gleichen Teilen
Sachsen-Anhalt7,14 Prozent
Käufer und Verkäufer zahlen zu gleichen Teilen
Schleswig-Holstein7,14 Prozent
Käufer und Verkäufer zahlen zu gleichen Teilen
Thüringen7,14 Prozent
Käufer und Verkäufer zahlen zu gleichen Teilen

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